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Indiv_dual_tät
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Individualität und Lebendigkeit

Mögliche Themen-Bausteine für Ihre Fortbildung:

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Die Aufgaben des Demenzsimulators zu bewältigen, war nicht so einfach, wie es aussieht. Jetzt kann ich mir gut vorstellen, dass es ganz schön schwierig sein muss dement zu sein und sich mit einer Demenz abfinden zu müssen. Auf der anderen Seite war es ein gutes Erlebnis. Trotzdem ich weit davon entfernt war, die Aufgaben zu schaffen, konnte ich sehr über mich lachen. Das war Scheitern hoch zehn. Ich bin selten so gerne gescheitert.

Bianca Hilmer
Kolping Verwaltungsgesellschaft mbH

Die Teilnahme am Demenzsimulator hat mir gezeigt, wie frustrierend es sein kann, wenn scheinbar einfache oder alltägliche Dinge nicht gelingen wollen. Daran versuche ich mich zu erinnern, wenn ich mit älteren Menschen in meinem Umfeld drohe die Geduld zu verlieren. Ich selbst werde wohl in ein paar Jahren auf Klettverschluss oder noch besser magnetische Verschlüsse bei Schuhen, Jacken, … umsteigen!

Sandra Schirmer
Referentin der Geschäftsführung, Kolping-Bildungswerk Paderborn gGmbH

Der Demenzsimulator war für mich eine wertvolle, selbstironische Erfahrung und hat mir die Begrenztheit meiner eigenen Fähigkeiten deutlich vor Augen geführt. Die Teilnahme daran hat mir große Freude bereitet, macht aber auch deutlich, warum Menschen mit Demenz für vermeintlich banale Aufgaben so lange brauchen. Das vergesse ich in der Dynamik des Alltags im privaten und beruflichen Umgang mit Menschen mit Demenz schon mal. Ich habe für mich mitgenommen, dass ich meinen Anspruch an Geschwindigkeit runterschrauben muss, sonst überfordere ich die Betroffenen massiv. Der Simulator hat die Wahrnehmung und damit auch den Respekt dafür geschärft, vor welchen Herausforderungen die Betroffenen stehen und was sie im Alltag leisten müssen.

Daniel Frattollino
Lehrer am Theresia-Gerhardinger-Berufskolleg Warburg-Rimbeck

Wie erschreckend schnell man an den Stationen an die Grenzen seiner Handlungsfähigkeit kommt. Wie schnell man Hilflosigkeit empfindet, weil man bei trivialen Aufgaben nicht mehr Herr seiner Handlungen zu sein scheint und an scheinbar winzigen, alltäglichen Hürden scheitert – das hat mich stark zum Nachdenken angeregt. Die Perspektive demenzkranker Menschen zu übernehmen und dadurch zumindest für einen Moment Gefühle wie Verwirrung, Selbstzweifel und Wut zu durchleben, hat bei mir einen langanhaltenden und tiefen Eindruck hinterlassen.

Sebastian Böhlen
Pädagogisches Team „Start off“